Baukosten – Check: Habe ich wirklich an alle Kosten gedacht?

1. Für Grundstück und Grundstückserwerb

  • Kaufpreis
  • Notar- und Gerichtskosten, Grundbucheintrag (1,5 bis 2 % vom Kaufpreis)
  • Grunderwerbssteuer (3,5 %)
  • Maklerprovision (bis zu 6 % zzgl. MwSt., auch Courtage genannt)
  • Vermessungskosten (ca. 0,3 %)
  • Bodenuntersuchung
  • Abbruch
  • Abholzen
  • Bodenbewegung

2. Für das Bauwerk

  • Baukosten schlüsselfertig
  • Betriebstechnische Anlagen
  • Sondermaßnahmen

3. Für die Außenanlagen

  • Einfriedung
  • Gehwege und Terrassen
  • Beleuchtung, Briefkasten, Wechselsprechanlage
  • Versorgungsanlagen (Wasser, Gas + Strom; Anschlusskosten: 3 bis 4 %)
  • Verkehrsanlagen (Garage, Carport, Zufahrt, usw.)
  • Grünflächen (Anpflanzungen, etc.)

4. Baunebenkosten

  • Architekten- und Ingenieurleistungen (3 bis 10 %)
  • Verwaltungstätigkeit des Bauherren (z.B. Kosten für Baubetreuung)
  • Prüfstatik (falls erforderlich)
  • Baugenehmigung (0,3 bis 0,5 % der Baukosten)
  • Rohbau- und Endabnahmen

5. Finanzierungskosten

  • Disagio
  • Bereitstellungszinsen (bis 3 % pro Jahr)
  • Bearbeitungsgebühr von Finanzdienstleister
  • Wertermittlungskosten von Finanzdienstleister
  • Kosten Zwischenfinanzierung
  • Bürgschaftskosten
  • Notar- und Gerichtskosten für Grundschuldbestellung

6. Allgemeine Baunebenkosten

  • Bauversicherungen
  • Richtfest
  • Umzugskosten

Wichtige Neuregelung ab 1. Januar 2002, die es bei Bauleistungen zu beachten gilt – die so genannte Bauabzugssteuer!
Lassen Vermieter (Hausbesitzer) Bauleistungen ausführen, müssen sie ab sofort 15 % der Rechnungssumme einbehalten und an das Finanzamt des Bauunternehmers abführen.
Ausnahme:

  • das ausführende Unternehmen (Auftragnehmer) hat eine Freistellungsbescheinigung beantragt,
  • der Auftraggeber vermietet nicht mehr als zwei Immobilien sowie
  • die Gesamtrechnungssumme des Bauunternehmers liegt unter 15 000 Euro.