Rauchmelder retten Leben (28. 11. 02)
In letzter Zeit liest der interessierte Beobachter immer häufiger, man möge doch unbedingt Rauchmelder in den eigenen vier Wänden anbringen. Denn viel zu oft kommt es vor, dass unmittelbar nach Ausbruch eines Feuers bereits Menschenleben zu beklagen sind. Die dem Feuer vorauseilende gefährliche Rauchentwicklung ist oftmals der Grund dafür. Ein so genannter Schwelbrand, heimtückisch in seiner Art, da geräuschlos und bisweilen geruchlos, dringt ungehindert durch alle Räume, um so die fest schlafenden Bewohner zu überraschen. Tödliches Kohlenmonoxid bringt quasi den lautlosen Tod per Rauchvergiftung.
Selbst wenn es der Feuerwehr gelingt, die Flammen rechtzeitig einzudämmen - die Opfer einer Rauchvergiftung können häufig nur noch tot geborgen werden. Was sollte man deshalb unbedingt beachten:

Hier fünf existentielle Tipps vom Experten:
1. Schützen Sie sich und Ihre Familienangehörigen - installieren Sie Rauchmelder! Der akustische Warn-Ton weckt sogar aus dem Tiefschlaf - so bleibt genügend Zeit, aus der Wohnung zu eilen und das Schlimmste zu verhindern! Denn die meisten Brandopfer (70 %) sind zur nächtlichen Schlafenszeit zu beklagen.

2. Achten Sie auf die fachgerechte Montage: Rauchmelder müssen so angebracht werden, dass der Alarm frühzeitig ausgelöst wird, bevor die Fluchtwege unpassierbar sind: In einer Etagen-Wohnung zentral im Flur oder bei mehreren Geschossen im oberen Treppenhausbereich. Besser noch: mindestens ein Rauchmelder pro Etage.

3. Sinnvoll sind weitere Melder in Schlafräumen, auf dem Dachboden, im Keller und unbedingt im Kinderzimmer! Hier eignen sich vor allem Modelle, die miteinander vernetzt werden können: Sobald Rauch einen Sensor erreicht, ertönt das Alarmsignal aus allen Meldern!

4. Batteriebetriebene Rauchmelder bleiben auch bei Stromausfall funktionstüchtig und sind problemlos zu installieren - Dübel und Schrauben reichen bereits aus! Achten Sie beim Kauf darauf, dass das nahende Ende der Batterie mit einem akustischen Signal angezeigt wird.

5. Funktionsgeprüfte Geräte gibt es im einschlägigen Fachhandel für Brandschutz- und Sicherheitstechnik sowie in den Fachabteilungen von Baumärkten und Warenhäusern. Empfohlen werden Rauchmelder, die vom Verband der Schadensversicherer geprüft und anerkannt sind (VdS-Siegel). So gibt es im Schadensfall auch keinen unnötigen Ärger mit dem Versicherer! Laut BHE (Bundesverband der Hersteller und Errichterfirmen von Sicherheitssystemen e.V.) haben nur 5 % der privaten Haushalte in Deutschland Rauchmelder installiert!

Ein Beispiel: der photoelektrische Rauchmelder   Photoelektrischer Rauchmelder
Die Photoelektrik-Technik bietet frühes Warnen vor langsam brennenden, schwelendem Feuer. Schwelendes Feuer kann längere Zeit größere Rauchentwicklung auslösen, bis Flammen ausbrechen. Vorteile: neueste Photoelektrik-Technik, extra lauter Alarm (85 dB), leicht und schnell installiert, Batteriebetrieb (9 V), Batteriewarnton (leere Batterie).  
Weitere Infos: www.bhe.de, www.stabo.de  
VdS-geprüft (Foto: stabo)

Schützen Sie sich und Ihre Liebsten vor den Brand-Gefahren! Gerade in der anstehenden Weihnachtszeit sollte man besonderes aufmerksam sein. Brennende Kerzen und offenes Kaminfeuer sollten niemals unbeaufsichtigt bleiben. Seien Sie schlau - beugen Sie vor: Installieren Sie Rauchmelder. Eine nutzbringende Anschaffung, die Menschenleben rettet!