Jedes Jahr im Herbst... (09. 10. 02)
Die Tage werden kürzer. Draußen wird es kalt und ungemütlich. Spätestens jetzt heißt es, sich auf die neue Heizperiode vorzubereiten. Damit Sie den bevorstehenden Winter gesund und finanziell gestärkt überstehen, sollten Sie einige wenige, jedoch bares Geld sparende Tipps beachten. Zunächst drei wichtige wärmetechnische Grundbegriffe zum besseren Verständnis:
1. Der Wärmebedarf
Der Wärmebedarf eines Gebäudes oder Raumes ergibt sich aus dem Transmissions-Wärmeverlust, also der Wärme, die durch die Außenkonstruktion verloren geht, und dem Lüftungs-Wärmeverlust, das heißt der Wärme, die bei Fugen-Undichtheiten bzw. Öffnen der Fenster durch eintretenden Luftwechsel nach außen transportiert wird.
2. Die Wärmeerzeugung
Wärmeerzeugung ist die Freisetzung von Wärme aus Energieträgern (Gas, Öl, Kohle, etc). Je nach Ausstattung, Wartung und Bedienung Ihrer Heizungsanlage wird über den Wirkungsgrad entschieden. Dabei gilt, hoher Umwandlungs-Wirkungsgrad bedeutet niedrige Energieaufwendung.
3. Die Wärmeübertragung
Die Wärmeübertragung von der Heizfläche erfolgt durch Konvektion (Wärmetransport durch Luftbewegung) und durch Strahlung (direkte Wärmestrahlung auf den Körper, der im Strahlungsbereich steht). Wesentlich für die Anteile der Wärmeübertragung ist die Oberflächentemperatur.

Alle drei wärmetechnischen Größen können Sie selbst ganz einfach beeinflussen. Zum Beispiel durch die richtige Wärmedämmung der Gebäudehülle, richtiges Lüften, einer modernen, gut gewarteten Heizungsanlage mit hohem Wirkungsgrad und mit entsprechendem Energieträger.

 

Letztendlich gehören gut funktionierende Thermostatventile dazu, die weder zugestellt, zugehangen oder verkleidet sind.
Wählen Sie die Raumtemperatur so, wie Sie es für Ihr persönliches Wohlbefinden benötigen. Unnötig hohe Raumtemperaturen, man denke hier nur an die ungenutzten oder wenig genutzten Räume, sollten vermieden werden. Heizungs-Experten gehen davon aus, dass bereits ein Grad Celsius weniger an Raumtemperatur sechs bis acht Prozent der Heizkosten einsparen lässt. Die Grafik soll Ihnen einige Richtwerte an die Hand geben. Wenn Sie die wenigen Tipps beachten, werden Sie den kommenden Winter, egal wie lang und hart er wird, unbeschadet überstehen.