Jeder kann Heizkosten sparen (23. 10. 03)
Wer seine Heizungsanlage effizienter betreiben möchte, der sollte möglichst bald auf Brennwertgeräte umrüsten. Eine kluge Investition, die sich relativ schnell amortisiert. Egal, ob mit Gas oder Heizöl betrieben, auf moderne Brennwertkessel braucht der Nutzer heutzutage nicht mehr zu verzichten.

Durch geringe Heizungsrücklauftemperaturen können die Abgase kondensieren, wobei die Kondensationswärme genutzt wird. Hierbei kühlt ein so genannter Wärmetauscher die Abgase von 90 Grad Celsius auf unter 50 Grad Celsius ab, in dem er die gewonnene Energie in nutzbare Wärme umwandelt. Ein Phänomen, das den Wirkungsgrad auf über 100 Prozent ansteigen lässt. Die intelligente Brennwertnutzung ist Ihre Energieeinsparung. Brennwertgeräte haben besonders große Wärmeaustauschflächen für die Wärmeübertragung zwischen den Abgasen und dem Heizwasser. Edelstahlgeräte sind unempfindlich gegenüber dem anfallenden Kondensat.

Innenleben eines Gas-Brennwertgerätes
Wirkungsweise eines Brennwertkessels
 

Wichtiger Hinweis: Bevor eine Heizungsumstellung auf Brennwerttechnik erfolgt, muss der Schornstein angepasst bzw. überprüft werden, da die niedrigen Abgastemperaturen schnell zur Versottung (Kondensatbildung) des Schornsteins führen können.

Acht einfache Tipps, wie man noch mehr Heizkosten spart
1. Die Raumtemperaturen sollten tagsüber nicht über 20 Grad Celsius steigen.
2. Regelmäßig (je nach Jahreszeit - vier bis fünfmal für circa fünf bis zehn Minuten am Tag) kräftig und ausreichend lüften - dabei die Räume aber nicht auskühlen lassen.
3. Heizungsanlage und Heizkörper regelmäßig entlüften und warten.
4. Rollläden (Jalousien) und Vorhänge bei Einbruch der Dunkelheit schließen.
5. Keine elektrischen Heizgeräte verwenden - zu hoher Energieverbrauch.
6. Die Warmwassertemperatur sollte nicht höher als 60 Grad Celsius sein.
7. Heizkörper dürfen niemals durch Möbel oder Ähnliches verstellt werden.
8. Alte Thermostatventile durch neue ersetzen.

Beachte: Wartung und Reparaturen an der Heizungsanlage sind grundsätzlich Sache des Fachmannes. Jeder Heimwerker, der eigenhändig an der Anlage herumfummelt, riskiert unter Umständen seinen Versicherungsschutz (siehe Urteil: OLG-Nürnberg).