Explosion der Nebenkosten (08. 06. 03)
Bestünden die Wohnkosten bloß aus der Kaltmiete, jeder Wohnungsnutzer könnte frohlocken. Leider ist das aber nicht der Fall. Die so genannten Nebenkosten, viele nennen sie auch die zweite Miete, sind seit 1996 aus den Fugen geraten. Steigerungsraten von 5 bis über 8 Prozent per anno, siehe die Heizölversorgung, wünschte sich so manch anderer Wirtschaftszweig, oder die Volkswirtschaft ins-gesamt. Alles nur mit dem gestiegenen Ölpreis abzutun, erscheint doch zu simpel und zu einfallslos. Nur, was kann der Einzelne tun, um Kosten einzusparen?

  Quelle: destatis/eigene Berechnungen

Überprüfung alter Verhaltensregeln
Jeder kann Energie im Haushalt sparen! Das bekannteste Beispiel ist sicher die Stand-by-Funktion beim Fernsehgerät. Das gilt aber für alle anderen Geräte im Haushalt auch. Fast jeder Haushalt verfügt heute über moderne Computer-, Audio- und Videotechnik. Oder über Ladegräte für Mobiltelefone. Auch hier sollte man den versteckten Stromverbrauch unterbinden, in dem man den Netzstecker oder das Ladegerät nach dem Aufladen aus der Steckdose zieht.
Ein Kostenfresser ersten Grades ist die Heizungsanlage. Der Kubikmeter Gas ist in vielen Teilen der Republik so teuer geworden, so dass man seine Heizungs-anlage ständig gut gewartet und überwacht wissen sollte. Denn mit der jährlichen Gasrechnung erfolgt dann oftmals auch das böse Erwachen in Form einer saftigen Nachzahlung.

Geldwerte Tipps für den Gerätekauf
Ein ganz wichtiger Aspekt ist: Augen auf beim Kauf neuer Geräte. Auch das beste Gerät gibt irgendwann seinen Geist auf. Beim Ersatz oder Kauf eines neuen Ge-rätes sollte man unbedingt auf die Energieeffizienz des Gerätes achten. Neue Ge-räte verfügen über immense Einsparungspotenziale, die sich wirklich bezahlt machen. Selbst ein neuer Videorecorder verbraucht gegenüber älteren Modellen nur noch einen Bruchteil der Energie. Das trifft aber generell für fast alle Geräte zu. Mit der technischen Weiterentwicklung der Geräte ist eigentlich immer auch ein gerin-gerer Energieverbrauch verbunden.

Geräte-Kennzeichnung beachten
Auf so genannte "Label", die die Geräte hinsichtlich ihrer energieeffizienten Eigen-schaften bewerten, ist vor allem zu achten. Die wichtigsten nachfolgend:
Blauer Engel: Wir für besonders umweltgerechte Produkte vergeben.
GED-/GEFA-Energielabel: Europäisches Energielabel, das Geräte der Informa-tionstechnik und der Unterhaltungselektronik bezeichnet (z.B. niedriger Stand-by-Verbrauch).
ENERGY STAR: Label der US-amerikanischen Umweltbehörde EPA, das für ener-gieeffiziente Bürogeräte steht.
TCO: Label des schwedischen Gewerkschaftsverbandes, insbesondere für Rech-ner, Monitore, Drucker und Kopiergeräte, das niedrigen Energieverbrauch, Umwelt-verträglichkeit und Wiederverwertbarkeit angibt.
TÜV ECO-Kreis: Unabhängiges Prüflabel mit diversen Prüfkriterien wie z.B. Stand-by-Verbrauch.
Weitere Infos unter: www.initiative-energieeffizienz.de