![]() |
![]() |
|||||||
![]() |
Der
aktuelle Buch-Tipp: Risse in Decken und Wänden. (03.
06. 03) Wie heißt es so simpel und bedeutsam zugleich zu Beginn des Werkes: "Quod nocet, docet", oder "Durch Schaden wird man klug". Leider scheint dieses alte lateinische Sprichwort nicht für das Bauen zu gelten. Obgleich mir in den vielen Jahren meiner Tätigkeit sehr kluge Leute am Bau über den Weg gelaufen sind. Jürgen Gänßmantel, der Autor, ist so ein kluger Mann. Vielleicht kommt er mit seiner Aussage der Wahrheit ein Stück näher: Der tägliche Kampf um Qualität geht im Dschungel des Kosten- und Termindruckes immer häufiger verloren. Das Ergebnis, viele nennen es Pfusch am Bau, beschäftigt mittlerweile ganze Heer-scharen von Gutachtern, Sachverständigen und Rechtsanwälten. Logische Folge: Gerichte müssen Recht darüber sprechen, was die Verantwortlichen am Bau verwirkt haben. Können und müssen wir uns das leisten? Risse
in Decken und Wänden gibt eine fachkundige Antwort darauf, was
man unter Baumängeln zu verstehen hat. Der Experte unterscheidet
zwischen hin-nehmbaren und nicht hinnehmbaren Mängeln. Wann ist es
lediglich eine optische Fehlleistung, die gemindert hinzunehmen ist, oder
wann handelt es sich wirklich um ein Mangel, der das Bauwerk negativ beeinflussen
kann?
Hinlänglich bekannt ist, dass sich Körper unter Einwirkung äußerer Kräfte ver-formen. Egal, ob eine thermische Beanspruchung oder eine Feuchtigkeitsein-wirkung vorliegt. Die große Palette an Baustoffen, die heutzutage am Bau einge-setzt wird, unterscheidet sich in ihren Eigenschaften derart, wie sie auf diese Kräfte wirken und sich infolgedessen verändern. Diese Formveränderungen be-wirken letztendlich die späteren Bauschäden, oder auch nicht. Deshalb ist jeder Verantwortliche in Planung und Ausführung gut beraten, wenn er diese Zusam-menhänge kennt. Gänßmantel beschreibt dieses Verhalten der Baustoffe klar und deutlich in den allgemeinen Grundlagen. Denn nur der, der die Grundlagen versteht, kann auch die Rissschäden und ihre Ursachen richtig beurteilen und beseitigen. Bisweilen
akribische Vorgehensweise ist vonnöten, will man Risse richtig
begutachten. Jahrelange Beobachtungen und Aufzeichnungen sind dabei keine
Seltenheit. Letztendlich ist die Lebensdauer eines Gebäudes davon
abhängig. Hat man die Erkenntnis über die Risse gewonnen, kann
man sie auch erfolgreich bekämpfen und beseitigen. All diese Zusammenhänge
bis hin zur Reduzierung und Vermeidung von Rissen werden fachlich fundiert
beschrieben und beleuchtet. |
|||||||