| |
|
|
Wohnungsneubau
sinkt (20. 05. 03)
Es gibt Jahr für Jahr immer weniger
Wohnungs-Fertigstellungen in Deutschland. Wie kann die Talfahrt gestoppt
werden oder brauchen wir gar nicht mehr Woh-nungen? Angeblich sollen ja
über eine Million Wohnungen leer stehen.
Die Expertenmeinungen gehen wie immer weit auseinander. Die einen sagen,
Deutschland bräuchte 350 000 bis 400 000 neue Wohnungen jährlich,
um eine Wohnungsknappheit zu verhindern. Die anderen sagen wiederum, es
gibt bereits jetzt schon über eine Million Wohnungen, die leer stehen.
Sie verweisen dabei auf stagnierende bzw. sinkende Bevölkerungszahlen
in Deutschland.
Und was macht die Politik? Die denkt neuerlich über die Kürzung
der Eigenheim-förderung nach, weil alle öffentlichen Kassen
permanent von der Schwindsucht heimgesucht werden.
|
Mobilität
ist gefragt
Die Wahrheit liegt be-kanntlich in der Mitte. Der Neubau sinkt,
weil die staatliche Wohnraum-förderung nahezu täglich
in Frage gestellt wird. Obendrein erfordert der desaströse
Arbeitsmarkt Mobilität von jedem Ein-zelnen, so dass er sich
nicht durch eine Immobilie binden lassen will.
|
|
 |
Baugeld
so günstig wie selten zuvor
An den Bauzinsen kann es auch nicht liegen, dass immer weniger gebaut
wird, denn die sind so günstig wie lange nicht mehr. Die allgemeine
Verunsicherung mit der alles entscheidenden Frage: Habe ich meinen Arbeitsplatz
auch morgen noch, bewegt die potentiellen Bauherrn in Deutschland. Wer
verschuldet sich schon freiwillig über Jahrzehnte, wenn die wirtschaftliche
Lage so angespannt ist wie gegenwärtig in "Good old Germany".
Da nimmt man schon mal gerne steigende Mieten und Preise für Wohnungen
in Ballungszentren in Kauf. Wenn man es sich leisten kann. Unabhängig
davon, was Interessenvertreter so fordern.
Der Wohnungsbau in Deutschland in Zahlen (Fertigstellungen
in Tausend)
|
93
|
94
|
95
|
96
|
97
|
98
|
99
|
00
|
01
|
02
|
03
|
|
D
|
456
|
573
|
603
|
559
|
578
|
501
|
473
|
423
|
326
|
290
|
267
|
|
W
|
432
|
505
|
499
|
416
|
400
|
373
|
370
|
337
|
268
|
240
|
220
|
|
O
|
24
|
68
|
104
|
143
|
178
|
128
|
103
|
86
|
58
|
50
|
47
|
Hinweis:
2002 - vorl. Zahlen des Statit. Bundesamtes, 2003 - Prognose
|
|
|