Fertighäuser stärker nachgefragt (13. August 2007)
Fertighäuser werden immer beliebter - zumindest im Südwesten unserer Republik. Für 2007 erwartet die Fertighausbranche einen Gesamtumsatz von 1,53 Mrd. Euro. Das sind zwar 10,9 Prozent weniger als im Jahr 2006 (1,73 Mrd. Euro), weil der Neubau von Wohngebäuden insgesamt dramatisch zurückgeht. Positiv bewertet der BDF (Bund Deutscher Fertigbau) aber, dass der Marktanteil der Fertigbauweise an den Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser beharrlich ansteigt.

Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes über den Rückgang der Baugenehmigungen in den ersten fünf Monaten 2007 um 50,4 Prozent (im Fertigbau -47,7 Prozent) zeigen unverhohlen, dass der Ein- und Zweifamilienhausbau 2007 und im Jahr darauf drastisch einbrechen werden.

Lag der Marktanteil der Fertigbauweise an den Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser Ende 2004 noch bei 13,0 Prozent, konnte er 2006 auf 14,2 Prozent gesteigert werden. Aktuell - im Zeitraum Januar bis Mai 2007 - beträgt er 14,9 Prozent. Nach den Daten der ersten fünf Monate 2007 liegt der Marktanteil dieser Bauweise in Bayern bei 21,7 Prozent, in Baden-Württemberg bei 21,5 Prozent und in Rheinland-Pfalz bei 21,2 Prozent.

Auch Fertighäuser werden heutzutage individuell geplant, vorbei sind also die Zeiten des stupiden Typenhauses. Bei 83 Prozent (Vorjahr: 69 Prozent) der Häuser handelt es sich um individuelle Planungsansätze. Auch werden mehr Häuser schlüsselfertig gebaut; der Anteil der Ausbauhäuser geht indes zurück und liegt derzeit bei 29 Prozent (2006: 31,2 Prozent). Die Preise für Fertigteilhäuser werden 2007 um durchschnittlich 2,4 Prozent steigen.

Ebenso gewinnt die Ökologie verstärkt an Bedeutung: So wird inzwischen nahezu jedes dritte Fertighaus (31 Prozent) mit einer Wärmepumpe und jedes vierte Haus (25 Prozent) mit einer Solaranlage ausgestattet. Weitere 6 Prozent der Häuser werden inzwischen mit Biomasse beheizt.