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Wohnungsbau seit 1994 im Sinkflug (17. 03. 03)
Die Zahl der genehmigten Wohnungen ist in Deutschland im Jahr 2002 abermals gesunken. Seit 1994, dem Jahr mit der höchsten Anzahl an Baugenehmigungen (712 600), ist das nunmehr das achte Jahr in Folge, wo ein Rückgang der Bau-genehmigungen zu verzeichnen ist. Die genehmigten 274 120 Wohnungen bedeuten ein Minus von 5,8 Prozent oder rund 17 000 Baugenehmigungen weniger als gegenüber 2001. Betrachtet man den Zeitraum von 1994 bis 2002, so ergibt sich insgesamt ein Minus von 60 Prozent.

Einfamilienhäuser immer beliebter
In den zwölf Monaten des vergangenen Jahres wurden in Wohngebäuden 243 200 Neubauwohnungen und 25 500 Woh-nungen durch Baumaßnahmen an be-stehenden Gebäuden (z.B. Ausbau von Dachgeschossen) genehmigt. Deut-lich weniger Baugenehmigungen gab es für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (Minus 15,2 Prozent).

Ebenfalls geringer war die Zahl der Genehmigungen von Neubauwohnungen in Zweifamilienhäusern (Minus 2,8 Prozent). Lediglich bei den Einfamilienhäusern gab es einen geringen Anstieg von 0,3 Prozent.

Private Bauherrn sehr zurückhaltend
Der umbaute Raum der genehmigten neuen Nichtwohngebäude ging gegenüber dem Jahr 2001 von 226,2 auf 191,1 Millionen Kubikmeter zurück (ein Minus von 15,5 Prozent). Dieser Rückgang spiegelt sich insbesondere bei den nichtöffent-lichen Bauherren, also privaten Bauherren, mit Minus 17,1 Prozent deutlich wider. Bei den öffentlichen Bauherren wurde das Ergebnis des Vorjahreszeitraums leicht überschritten (ein Plus von 0,6 Prozent).
Quelle: www.destatis.de

Fazit: Experten gehen davon aus, dass bis 2007 die Mieten und Preise auf breiter Front sinken werden. Langfristig werden nur Immobilien in strukturstarken Regionen und attraktive Objekte einen Wertzuwachs erleben. Trotz achtjähriger Schrum-pfungs- und Gesundungsphase ist der Wohnungsbedarf, außer in wenigen Regionen, mehr als gedeckt. Nahezu 2,4 Millionen Wohnungen in Deutschland stehen leer. Im Osten der Republik, inmitten der "blühenden Landschaften", ist bereits jedes fünfte Objekt unbewohnt. umo