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Wettbewerb: Fehlanzeige? (5. Januar 2007) Ein Zeichen dafür, wie dem Verbraucher dieses Thema unter den Nägeln brennt. Die Zahlen enthalten Preisdifferenzen für die gleiche Gasmenge mit bis zu 59 Prozent. Kartellamtspräsident Böge kritisierte deshalb: „Im Gasbereich kommt der Wettbewerb trotz der Liberalisierung nur schleppend in Gang.“ Hier muss die Frage erlaubt sein: Findet überhaupt ein Wettbewerb statt? Wo doch eine freie Wahl des Anbieters kaum möglich ist! Der veröffentlichte Gaspreisvergleich umfasst die Angebote von 739 Gasversorgern in ganz Deutschland. Die Preisunterschiede sind mehr als erklärungsbedürftig, wo sie doch alle nahezu aus derselben Quelle schöpfen. Kaum geringer fallen die Preisunterschiede bei der Abnahme größerer Gasmengen aus. So schwankt der Preis für die Versorgung eines Einfamilienhauses mit 20 000 kWh im Jahr zwischen 972 Euro bei den Städtischen Werken Magdeburg in Sachsen-Anhalt und 1 392,80 Euro bei der bayerischen Inngas. Der Preisunterschied beträgt auch hier mehr als 43 Prozent. Selbst bei der Abnahme noch größerer Gasmengen, z.B. für ein freistehendes Einfamilienhaus oder ein Mehrfamilienhaus, lagen die Preisunterschiede bei über 40 Prozent. Böge hob hervor, dass es angesichts der hohen Preise für die Wirtschaft und die Verbraucher wichtig sei zu prüfen, ob die Gasversorger die marktbeherrschende Stellung in ihrem Versorgungsgebiet bei der Preissetzung missbräuchlich ausnutzten. Die Veröffentlichung der Gaspreise für Haushaltskunden solle helfen, mehr Transparenz in das lukrative Gasgeschäft zu bringen. Die bestehende Datenbasis will die Wettbewerbsbehörde zukünftig im Drei-Monats-Turnus veröffentlichen, um ihre Missbrauchsaufsicht noch effektiver zu gestalten. Lesen Sie bitte die Gaspreisvergleiche jeweils zum Stichtag, dem 15. November 2006 (Quelle: Bundeskartellamt; Korrekturen beachten!).
Kilowattstunden – kWh |
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