![]() |
![]() |
||||
![]() ![]() |
Weniger Pleiten am Bau (1. Dezember 2006) Insgesamt beläuft sich die Zahl der Insolvenzen für das Jahr 2006 auf 153 100 Fälle. Das sind 16 530 Insolvenzen oder 12,1 Prozent mehr als 2005. Die Unternehmensinsolvenzen nehmen in Ostdeutschland stärker als im Westen ab. Während in den neuen Ländern eine Abnahme um 17,3 Prozent auf 7 300 betroffene Unternehmen zu verzeichnen ist, ist es in den alten Ländern eine Abnahme um 14,3 Prozent auf insgesamt 24 000 Unternehmensinsolvenzen (2005: 28 020). Dagegen steigen die Insolvenzen von Verbrauchern in Ostdeutschland ungleich stärker an als im Westen: In den neuen Bundesländern sind seit Jahresbeginn 21 500 Verbraucherinsolvenzen beantragt worden, was einer Zunahme um 42,5 Prozent entspricht, im Westen waren es 68 200 im Gegensatz zu 53 810 im vergangenen Jahr (Steigerung um 26,7 Prozent). Licht und Schatten am Bau Im Verarbeitenden Gewerbe sanken die Insolvenzen um 14,0 Prozent auf 3 450 betroffene Unternehmen (2005: 4 010), im Handel ist ein Minus von 13,9 Prozent auf 6 540 Insolvenzen zu verzeichnen. Bei den Dienstleistern ging die Zahl der Insolvenzen um 12,6 Prozent auf 15 280 Unternehmen zurück. Trotz der erfreulichen Rückgänge an Baupleiten bleibt die Baubranche der Sektor mit der höchsten Insolvenzdichte überhaupt: Von 10 000 existenten Baubetrieben gingen im Jahr 2006 196 in die Insolvenz. Die durchschnittliche Risikoquote aller Branchen in Deutschland liegt bei 106 Insolvenzen pro 10 000 Unternehmen. Finanzierungslage leicht entspannt Auch im Jahr 2006 gab es wieder einige für Aufsehen erregende Großinsolvenzen – allen voran die BenQ-Pleite. Die größte Pleite 2006 ist allerdings die des Sicherheitsdienstes Heros, die 4 600 Mitarbeiter betraf. Eine weitere Geldtransportfirma landete im Pleite-Ranking der Großinsolvenzen auf Platz drei, die Arnolds Sicherheit GmbH; – Wie bei Heros sind auch hier mutmaßliche Betrügereien im Spiel. Auf den weiteren Plätzen folgen die Eichholz GmbH & Co. KG, die Georg von Opel GmbH, die Rinol AG, die Feag GmbH, die Hucke AG, die Nici AG sowie die W. Goebel Porzellanfabrik GmbH & Co. KG. |
||||