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Baukosten: Eigenheime günstiger (5. September 2006)
Die Erfüllung des Traumes vom eigenen Häuschen ist in den letzten zehn Jahren zunehmend erschwinglicher geworden. Die Baukosten in Deutschland sind einer Studie der Landesbausparkassen (LBS) zufolge seit Mitte der 90er Jahre sichtbar zurückgegangen.

In Ostdeutschland liegen sie inzwischen bei Reihen- und Doppelhäusern im Durchschnitt sogar unter der psychologischen Grenze von 1 000 Euro pro Quadratmeter. Im Vergleich zu 1995 liegen die veranschlagten Kosten für das Bauwerk bei Einfamilienhäusern pro Quadratmeter im Jahr 2004 um 7,3 Prozent niedriger.

   

Der Trend zum kostengünstigen Bauen sei in den neuen Ländern stärker ausgeprägt als im Westen. In Ostdeutschland koste ein Quadratmeter bei Reihenhäusern 920 Euro und bei Doppelhäusern 998 Euro. Obwohl der Trend zum Reihenhaus schwindet. Nur noch 5 Prozent der Einfamilienhäuser in den neuen Ländern wurden demnach 2004 in der Reihe errichtet (nach 16 Prozent im Jahr 1995), 8 Prozent statt vorher 15 Prozent in Doppelhäusern.

   

Vor allem haben "relativ großzügige Grundstücksangebote und bezahlbare Baulandpreise" den Anteil der frei stehenden Einfamilienhäuser in den neuen Ländern parallel von 69 auf über 84 Prozent ansteigen lassen. Insgesamt sind Reihenhäuser 14 Prozent günstiger als Einzelhäuser.

Im Westen liegt der Anteil der Einzelhäuser, der mit Abstand beliebtesten Bauform, vergleichsweise stabil bei rund 65 Prozent. Unverändert rund 14 Prozent der Häuslebauer setzten im Westen aufs Reihenhaus. Vor allem in den wirtschaftsstarken Ballungsräumen sind diese Objekte neben Eigentumswohnungen eine kostengünstige Alternative. Deutlich ist das West-Ost-Gefälle bei den Baukosten, denn der Quadratmeter Reihenhaus ist in den alten Ländern im Durchschnitt immer noch 22 Prozent teurer als in den neuen.

   

Zugleich besagt die Statistik, dass bei Reihen- und Doppelhäusern die geringsten Wohnflächen realisiert werden. Reihenhäuser beispielsweise kosteten im Osten 105 000 Euro (gegenüber 133 000 Euro bei frei stehenden Häusern). Im Westen mache der Vorsprung des Reihenhauses mit 142 000 Euro - gegenüber 194 000 Euro im frei stehenden Haus - sogar über 50 000 Euro aus, also mehr als ein Viertel.