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Neubau sinkt: Mieten steigen (17. 01. 03)
Die Wohnungsmieten haben sich im Jahr 2002 in Deutschland um 1,3 Prozent verteuert, so das ifs, Berlin. Sie entsprechen damit genau der Inflationsrate. In den Jahren 2000 und 2001 hatten die Mietpreiszuwächse mit 1,2 bzw. 1,1 Prozent noch unter dem Anstieg der Lebenshaltungskosten von 1,9 bzw. 2,5 Prozent gelegen. Die Wohnnebenkosten sind hingegen langsamer gewachsen: Mit 1,3 Prozent lagen sie 2002 so hoch wie der Mietzins. In den drei Jahren zuvor hatten sich die Nebenkosten um 1,6 (2001), 2,0 (2000) bzw. 1,8 Prozent (1999) verteuert.

Müllgebühren stärker gestiegen
"Preistreiber" bei den Nebenkosten waren im vergangenen Jahr der Strom mit einem Anstieg um 4,5 Prozent (2001: +4 Prozent) und die festen Brennstoffe mit einem Anstieg um 2,7 Prozent (2001: +1,2 Prozent) gewesen. Dagegen sind die Preise für flüssige Brennstoffe, hier vor allem das Heizöl,

nach dem starken Anstieg im Jahr 2000 um 9,5 Prozent gesunken (2001: -6,0 Prozent). Ebenso sind die Preise für Gas mit 5,2 Prozent (2001: +21,4 Prozent) rückläufig gewesen.
Stärker haben sich die Gebühren für die Müllabfuhr um 1,6 Prozent (2001: 2,8 Prozent) und Abwasser um 1,5 Prozent (2001: 1,3 Prozent) verteuert. Geringer gestiegen, um 0,9 Prozent (2001: +1,1 Prozent), sind hingegen die Gebühren für die Frischwasser-Versorgung.

Heizkosten treiben die Preise hoch
Die größten Preistreiber, ab 1998 betrachtet, sind weiterhin die Heizölkosten mit einem Anstieg von 56 Prozent vor den Kosten für Gas mit 31 Prozent und den Müllbeseitigungs-Gebühren mit 9,1 Prozent. Im Gleichen Zeitraum haben sich die Wohnnebenkosten um 6,8 Prozent verteuert, wohingegen der Anstieg der Kaltmieten nur bei 4,8 Prozent lag. Die Verteuerung der Kaltmieten lag somit auch unter dem Anstieg der Lebenshaltungskosten von 6,5 Prozent.
Fazit: In Deutschland ist der Wohnungsneubau rückläufig, so dass die Mieten, insbesondere in Ballungszentren, weiter ansteigen werden.
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Ifs - Institut für Städtebau
Kaltmiete - Mietzins ohne Nebenkosten