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Kommentar:
Gilt Deutschland als unregierbar? (19. September
2005)
Gegenseitige
Schuldzuweisungen werden die kommenden Tage bestimmen. Natürlich
gibt es wie immer nur Sieger. Die Folge: Weitere Arbeitsplätze verschwinden
ins Ausland, wer jung und nicht blöd ist, verlässt das Land,
Investoren machen einen großen Bogen um Deutschland, bereits zugesagte
Investitionen werden wieder storniert. Die Börse wird die bereits
eingepreisten Kurssteigerungen im Zusammenhang mit der Wahleuphorie schnellstens
nach unten korrigieren.
Das Ausland schaut ungläubig und voller Staunen auf "Old Germany", hier und da ist auch etwas Schadenfreude im Spiel. Die Kommentare gehen von Unverständnis und Kopfschütteln, wie "das fass' ich ja nicht" über Lähmung eines ganzen Volkes bis hin zur Unregierbarkeit. Deutschland scheint aus ihrer Sicht tatsächlich unregierbar zu sein. Die
deutsche Wirtschaft, die vom vorläufigen Endergebnis der Wahl
maßlos enttäuscht ist, reagiert umgehend auf den unerwarteten
Wahlausgang. Siemens macht den Anfang und will weitere 2 400 Stellenkürzungen
vornehmen. |
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