Wie viel kostet was? (13. 12. 02)
Es ist kein großes Geheimnis, dass die erfolgreiche Verwirklichung der eigenen vier Wände nur über eine solide Finanzierung führt. Daher wäre es gut zu wissen, wie viel was beim Hausbau kostet? Somit können Sie in aller Ruhe überlegen und Ihre privaten Prämissen setzen.

Kosten auf acht Sparten verteilt
Die Grafik zeigt die einzelnen Kosten-punkte, die letzt-endlich zur Ge-samtbelastung führen. Nachfolgend erfahren Sie mehr, was sich hinter den einzelnen Sparten verbirgt. Anhand dieser Zusammen-stellung kann jeder Häuslebauer erken-nen, wo hier und da Schwerpunkte zu setzen sind. Bitte beachten Sie regio-nale Unterschiede:

 
1. Erschließung
  Quelle: eigene Statistik, Basis: langjährige Erfahrungswerte; Grafik: umo

Hierzu gehören alle Vorbereitungsmaßnahmen vor Ort für die eigentlichen Bau-arbeiten. Soll heißen: Baufreiheit schaffen, notfalls Rodungs- und Abrissarbeiten; Baustelleneinrichtung mit Baustraße, Materiallager, Anschlüsse für Bauwasser und Baustrom; diverse Sicherungsmaßnahmen.

2. Baugrube

Der ausgehobene Bereich, der unterhalb der Geländeoberfläche liegt. Hierunter fällt der eigentliche Bauraum für den zu errichtenden Gebäudeteil (Keller- bzw. Unter-geschoss) zuzüglich Arbeitsraum.

3. Grundstück

Die Kosten für das Grundstück (Verkehrswert, Marktwert). Regionale Spannweite sehr groß. Von vielen Faktoren wie Lage, Erschließung, Bebauung und Nachfrage abhängig. (zzgl. Notar- und Gerichtskosten, Grundbucheintrag (1,5 bis 2 % vom Kaufpreis), Grunderwerbsteuer (3,5 %), Maklerprovision (bis zu 6 % zzgl. MwSt., auch Courtage genannt), Vermessungskosten (ca. 0,3 %)

4. Keller

Die anfallenden Kosten für das Keller- bzw. Untergeschoss (einschließlich Decke). Verzichtet man beispielsweise auf den Keller, kann man ca. 7 % der Kosten sparen. (Ganz wichtig: die professionelle Bauwerksabdichtung!)

5. Rohbau

Das rohbaufertige Gebäude. Hierzu gehören Erd-, Abwasserkanal-, Mauer-, Beton- und Stahlbeton-, Zimmer-, Stahlbau-, Dachdeckungs-, Dachdichtungs-, Klempner- und Abdichtungsarbeiten gegen drückendes oder nicht drückendes Wasser. (Abschluss mit Rohbauabnahme; Richtfest!).

6. Innenausbau

Die Ausbauarbeiten beinhalten u.a. Putz-, Fliesen-, Estrich-, Tischler-, Rollladen-, Anstrich-, Bodenbelags-, Gas-, Wasser-, Heizungs- und Sanitär-, Lüftungs-, Stark- und Schwachstromarbeiten.

7. Außenanlagen

Hierunter fallen u.a. Erd- und Verfüllungsarbeiten, Mutterbodenauftrag, Bepflanzung und Begrünung, Gehwegbefestigung, Terrasse, Außenbeleuchtung, alle Medien-anschlüsse, Garage (Kfz-Stellplatz, Carport) Einfriedung und die Zufahrt.

8. Baunebenkosten

- Architekten- und Ingenieurleistungen (3 bis 10 %),
- Verwaltungstätigkeit des Bauherren (z.B. Kosten für Baubetreuung),
- Prüfstatik (falls erforderlich),
- Baugenehmigung (0,3 bis 0,5 % der Baukosten),
- Rohbau- und Endabnahmen.
Zu den allgemeinen Baunebenkosten zählen z.B. das Richtfest, die Umzugskosten und die Bauversicherungen.