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Schützen
Sie Ihr Haus vor allen Wettereinflüssen
Ein
Gebäude ist Jahr ein Jahr aus dem Wetter ausgesetzt. Ob Sonne, Wind,
Regen, Frost und Schnee, egal was kommt, das Haus muss alles schadlos
überstehen. Was das Dach von oben ist, ist der Außenwandputz
an den Seiten. Ein qualitativ hochwertiger Putz sollte heutzutage temperaturbeständig,
farbecht, gut haftend, fest, rissefrei, ausblühungsfrei (salzablagerungsfrei)
und wenn es geht auch noch selbstreinigend sein. Es werden also hohe Anforderungen
an einen Qualitäts-Putz gestellt.
Wie
muss der Putz beschaffen sein, der das aushält?
Putze sind Gemenge aus mineralischen Bindemitteln wie Gips, Kalke, Kalk-Zement
oder Zement sowie Zuschlagstoffen in Form von Sanden (Natursand bzw. gebrochenem
Brechsand). Zur Verbesserung der Wärmedämmung, insbesondere
bei Außenputzen, können Beimischungen wie Leichtzuschlagstoffe
(z.B. Bims, Styropor, Polystyrol, Perlit, Blähton) hinzugeführt
werden. Weitere Zutaten, wie z.B. Dichtungsmittelzusätze, dienen
zur Verbesserung der wasserabweisenden Eigenschaften von Putzen (hydrophobes
Verhalten). Ebenso können Frostschutzmittel oder Farbzusätze
beigemischt werden. Neben der richtigen Mischung kommt es aber vor allem
auf die fachgerechte Ausführung an.
Erster
Arbeitsgang: Putzuntergrund vorbereiten
Bevor das eigentliche Auftragen des Putzes erfolgen kann, muss ein kritischer
Blick auf den Untergrund geworfen werden. Nur ein gut vorbereiteter Untergrund
sichert, dass der Putz eine lang andauernde Beziehung mit der Außenwandkonstruktion
eingeht. Der Untergrund muss sauber, staubfrei, trocken und rau sein.
Insbesondere ist darauf zu achten, dass keine Trennmittel ( z.B. Ausblühungen,
Versinterungen, Wachse, Schalöle) auf der Oberfläche sind. Nicht
saugender Untergrund ist aufzurauen bzw. anzuspritzen (Betonflächen),
wogegen stark saugender Untergrund grundiert bzw. vorgenässt werden
muss, besonders in der Sommerzeit. Auf gefrorenem Untergrund darf nicht
verputzt werden. Materialübergänge und Unebenheiten sind mit
Spritzbewurf bzw. Putzträger vorzubehandeln.
Zweiter
Arbeitsgang: Unterputz auftragen
Nach dem Spritzbewurf, der ersten Putzlage, folgt die zweite Lage in Form
des Unterputzes. Der Unterputz stellt die dickste Putzlage dar, er bildet
zugleich die Tragschicht für den Oberputz. Darüber hinaus sollte
die Festigkeit des Unterputzes höher sein als die des Oberputzes.
Durch den Einsatz der bereits angesprochenen Leichtzuschlagsstoffe erhöhen
sich sowohl die Elastizität als auch die Wärmedämmeigenschaften
des Unterputzes, so dass eine Rissbildung vermieden wird. In den kritischen
Fenster- und Türenbereichen hat sich die Verwendung von Putzabschlussleisten
positiv bemerkbar gemacht.
Dritter
Arbeitsgang: Oberputz herstellen
Die letzte, die 3. Lage wird als Oberputz bezeichnet. Der Oberputz bestimmt
letztendlich durch seine Struktur und Farbe die optische Wirkung der gesamten
Putzfläche. Putze sind normalerweise naturfarben oder weiß.
Bei der Verwendung farbiger Edelputze kann auf den Anstrich verzichtet
werden.
Wichtiger Hinweis: Wählen Sie immer helle Farbtöne, da sich
dunkle Fassaden bei Sonneneinwirkung zu stark erwärmen, was den Putz
unnötig beanspruchen würde.
Vor
dem Auftragen der letzten Putzlage müssen die anderen trocken sein.
Denn gerade der Oberputz muss alle wichtigen Eigenschaften wie ausreichende
Festigkeit, wetter- und frostbeständig sowie atmungsaktiv in sich
vereinen. Kritische Zonen, wie wir sie bei Materialübergängen
antreffen (Rollladenkästen, Stürze, Dämmplatten, etc.)
sollten mit Gewebeeinlagen versehen werden. Die Putzoberfläche wird
durch die verschiedenen Putzweisen bestimmt. Der Experte spricht von:
Kellenputz, Spritzputz, Kratzputz, Waschputz und Reibeputz.
Strapazierte Kanten, z.B. an Eingangsbereichen, sind mit Eckschutzschienen
auszukleiden. Die gesamte Putzdicke, bestehend aus mindestens zwei Lagen,
sollte wenigsten 2 cm stark sein.
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