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Die richtige Strategie bei der Grundstückssuche Bauland ist ein knappes und teures Gut. Deshalb sollte sich jeder Bauwillige frühest möglich mit dieser kostenfressenden Materie vertraut machen, um später keine unliebsamen Überraschungen zu erleben. Die richtige Strategie bei der Grundstückssuche ist deshalb genauso wichtig wie die Hausplanung selbst. Für jedermann leicht nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass ein Quadratmeter Bauland in Deutschland, regional unterschiedlich, zwischen ca. 500 und 1 000 Euro kosten kann. Betrachtet man die durchschnittliche Grundstücksfläche/Gebäude in Deutschland, die 1994 z.B. bei 791 m² im individuellen Wohnungsbau lag, kann man leicht nachvollziehen, dass Bauwillige gern bereit sind, diesen Durchschnittswert zu unterschreiten. "Es
gibt viele Gründe, auf einem kleinen Grundstück zu bauen",
so die Werbebotschaften des Bundesbauministeriums. Einfach ausgedrückt:
flächensparend auf einem kleinen Grundstück zu bauen und dieses
so gut wie möglich auszunutzen. Die Vorteile liegen also auf der
Hand: Kleinere Grundstücke sind beim Kauf erheblich günstiger,
aufgrund der direkten Quadratmeterkosten, aber auch wegen der anfallenden
Grunderwerbsteuer. Darüber hinaus werden auch Erschließungsbeiträge
nach der Größe des Grundstücks berechnet. Nach Bezug des
Hauses fallen Grundsteuer und Pflege der Außenanlagen an. Je kleiner
das Grundstück, desto geringer die Belastung für den Bauherrn.
Langjährige Erfahrungen zeigen, dass für ein normales Einfamilienhaus
nicht mehr als 400 m² benötigt werden. Eine
günstige Variante kann auch der Zusammenschluss von Gleichgesinnten
sein, die sich zu Bauherrengemeinschaften zusammenschließen. Hier
kommt man eventuell an ein Reihenhausgrundstück, die sonst nur an
Bauträger vergeben werden. Grundstück gefunden: Worauf muss ich achten? Hier eine Checkliste für Grundstückskäufer: 1. Grundstücksabmessungen einschließlich der Himmelsrichtungen sollten exakt bestimmt werden. 2. Welche Eintragungen stehen im Grundbuch? Gibt es z.B. Dienstbarkeiten wie Wegerechte? 3. Befindet sich das Areal im Bereich einer im Flächennutzungsplan ausgewiesenen Baufläche oder im Bereich eines Bebauungsplanes? 4. Wie werden Bauanträge in diesem Gebiet gegenwärtig bearbeitet? Vielleicht gibt es ja Zurückstellungen, weil ein Flächennutzungsplan in Arbeit ist. 5. Wie ist die Verkehrsanbindung? Gibt es eine öffentliche Straße oder sogar eine Privatstraße? Wie ist die Frage der Kfz-Stellplätze geregelt? 6. Existieren Pläne für Straßenbauarbeiten in unmittelbarer Nähe? 7. Informieren Sie sich genau, welcher Bereich des Grundstücks bebaut werden darf? Ganz wichtig zu erfahren, ob Baulinien, Baugrenzen oder eine begrenzte Bautiefe vorhanden sind bzw. gefordert werden. 8. Von welcher Geschossflächenzahl und Grundflächenzahl ist auszugehen? 9. Wie sieht die Erschließung aus (z.B. Wasser, Abwasser und Strom)? Was kommt eventuell auf mich zu? 10. Weitere wichtige Kriterien sind: Grundwasser, Aussicht, Verschattung, Einsicht von außen, Infrastruktur, Kindereinrichtungen, Schulen, Einkaufs- und Fitnessmöglichkeiten, Arbeitgeber usw. Wenn
man bedenkt, dass der Grund und Boden mittlerweile rund 25 % bei der Realisierung
des Haustraumes ausmacht, sollten die o.g. Hinweise durchaus in die Betrachtung
mit einbezogen werden. Haben Sie Ihr Grundstück mit Hilfe dieser
oder auch anderer Ratschläge gefunden, zögern Sie nicht zu lange,
denn andere suchen auch Grund und Boden. Also auf zum Notar! |
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