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Sorgen
Sie für eine dauerhafte Kellerabdichtung!
Feuchte
Kellerwände gehören in Deutschland zu den häufigsten Schäden
an Gebäuden. Insbesondere ältere, aber vermehrt auch neue Gebäude
sind von dieser Diagnose betroffen. Meistens wird der Schaden zu spät
bemerkt, wenn die Auswirkungen schon im Innern der Räume sichtbar
werden. Hässliche Flecken, Ausblühungen, abblätternder
Putz und großflächige Schimmelbildung sind ein untrügliches
Zeichen für eindringendes Wasser.
Die Folge: Es können durchaus gesundheitsgefährdende Erscheinungen
auftreten. Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollten einige Aspekte
beachtet werden.
Schutz
vor Druck und Feuchtigkeit
Kelleraußenwände eines Hauses liegen ganz oder teilweise unter
der Erdoberfläche. Egal, welche Baustoffe man einsetzt, sie nehmen
Feuchtigkeit auf, da sie porös sind. Deshalb müssen die Grundmauern
vor Feuchtigkeit geschützt werden. Das geschieht i.d.R. im Anschluss
an die Rohbauarbeiten und vor dem Verfüllen der Baugrube durch eine
feuchtigkeitssperrende Bauwerksabdichtung.
Es
gibt normalerweise drei Arten (DIN 18195) der Beanspruchung:
- Abdichtungen gegen Bodenfeuchtigkeit,
- Abdichtungen gegen nicht drückendes und kurzzeitig stauendes Wasser
sowie
- Abdichtungen gegen drückendes Wasser (Bauteile befinden sich im
Grundwasserbereich).
In den meisten Fällen wird eine einfache Bitumenbeschichtung, der
so genannte Schwarzanstrich, aufgetragen. Erfahrungen zeigen, dass diese
Methode nicht ausreicht, da sie viel zu dünn und empfindlich ist.
Eine bessere Variante ist die durchaus verbreitete Dickbeschichtung. Sie
ist dauerhaft dichtend und rissüberbrückend, zeigt aber Mängel,
weil zu druckempfindlich. Die beste Methode ist, wenn man einen zusätzlichen
Schutz vor Beschädigung installiert. Denn schon beim Verfüllen
der Baugrube können Undichtigkeiten entstehen. Scharfkantiges Verfüllmaterial
bzw. unsachgemäßer Einsatz von Baumaschinen können die
empfindliche Bitumenhaut leicht verletzen. Für diesen Fall gibt es
u.a. Kunststoff-Noppenbahnen oder Dränplatten aus Polystyrol. Die
sicherste Lösung ist sicherlich die Kombination der angesprochenen
Varianten. Man spricht dann auch von so genannten Dichtungssystemen, wo
mehrere Abdichtungen ineinander greifen. Informieren Sie sich am Markt,
die Angebotspalette ist groß.
Schutz
vor aufsteigender Feuchtigkeit
Ein weiteres Phänomen ist die Nässe, die kapillar aufsteigt.
Durch die Kapillarporen wandert die Feuchtigkeit unter Mitnahme von Salzen
(Chloride und Nitrate) vertikal nach oben in die trockenen Mauerwerkszonen.
Hier verdunstet oftmals das Wasser, die Salze bleiben zurück. Da
sich dieser Vorgang permanent wiederholt, kristallisieren die Salze, es
entstehen Anstrich- und Putzschäden. Hiergegen schützt eine
Horizontalsperrung, die verhindert, das die Feuchtigkeit aufsteigt. In
aller Regel kommen hier Teer- oder Bitumendachpappen zum Einsatz. Diese
werden entsprechend der Wandbreite an den Enden mindestens 20 cm überlappt
lose verlegt. In der Praxis haben sich zwei Horizontalsperrungen durchgesetzt.
Die untere Sperre wird in die Stoßfuge der ersten Mauerwerksschicht
eingelegt.
Damit das Spritzwasser die Außenwände und die Kellerdecke nicht
durchfeuchtet, wird die zweite Sperre ca. 30 cm über dem Gelände
in das Mauerwerk verlegt. Bei Betonfertigteilen wird die Horizontalsperre
auf dem Fundament verlegt.
Drainagesystem
leitet das Wasser ab
Bei bindigen Böden und erhöhtem Wasseranfall ist ein Drainagesystem
anzuordnen. So wird verhindert, dass sich Wasser vor der Kelleraußenwand
aufstaut. Zu einem funktionierenden Drainagesystem gehören eine Ringdrainage
und eine vertikale Flächendrainage (DIN 4095). Auch hier gibt es
diverse Anbieter, so dass sich ein Angebotsvergleich allemal lohnt.
Eines sollten Sie stets beachten: Wasser, der größte
Feind eines Gebäudes, insbesondere durch seine Inhaltsstoffe, sollte
möglichst immer vom Gebäude ferngehalten werden!
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